
Ebenerdige Badewanne: Modelle, Kosten & Einbautipps
2. April 2026Barrierefreie WC‑Grundrisse – Kurz und praktisch
Als Münchner Handwerksbetrieb begleiten wir bei COX HLS seit Jahren Bewohner und Vermieter bei der Umgestaltung von Toiletten: von kompakten Gäste‑WCs bis zur rollstuhlgerechten Komplettlösung. Dieser Beitrag fasst die relevanten DIN‑Maße (DIN 18040‑2), zeigt sieben praxiserprobte Grundrisse und liefert eine mess‑ und montagefähige Checkliste zum Herunterladen — damit Ihre Planung normgerecht und ohne Überraschungen klappt.
Kurzübersicht: Was die Norm verlangt — die wichtigsten Maße auf einen Blick
Wichtig zuerst: Die Norm unterscheidet zwischen „barrierefrei nutzbar“ (weniger umfassende Anforderungen) und „uneingeschränkt rollstuhlgerecht“ (höhere Anforderungen). Für Wohnungen gilt DIN 18040‑2; für öffentliche Anlagen greifen strengere Regeln (DIN 18040‑1).
- Bewegungsfläche vor dem WC: 120 × 120 cm (barrierefrei) vs. 150 × 150 cm (uneingeschränkt rollstuhlgerecht).
- Seitliche Transferfläche (bei Rollstuhlnutzung): Zugangsseite 90 × 70 cm; Gegenseite ≥ 30 cm frei.
- WC‑Sitzhöhe: 46–48 cm (inkl. Sitz).
- Türlichte: Wohnbereich ≥ 80 cm, bei Umsetzbedarf / Rollstuhl ≥ 90 cm; Türen für WC‑Räume sollten oft nach außen öffnen oder als Schiebetür ausgeführt werden.
- Spülbetätigung: erreichbar in ca. 90–110 cm Höhe.
- Waschtisch: unterfahrbar mind. 55 cm Tiefe; vordere Kante ≤ 80 cm über OFF; Armatur nicht weiter als 40 cm vom Vorderrand.
Die 7 Grundrisse — praxisnahe Layouts von Mini‑WC bis rollstuhlgerecht
Layout 1 — Kompaktes Gäste‑WC (≈1,7–2,0 m²)
Zweck: funktionales Gäste‑WC ohne Komfortverluste. Minimalmaß: rund 1,7–2,0 m². Türlösung: Schiebetür empfohlen, um Schwungraum zu sparen. Sanitärobjekte: kleines Eckwaschbecken oder schlanker Konsolenwaschtisch, wandhängendes WC mit Vorwandspülkasten. Haltegriff‑Idee: versenkbarer Griff an einer Wand für gelegentliche Unterstützung. Montagehinweis: Vorwandträger für das WC erleichtert Höhenanpassung; flacher Siphon am Becken spart Tiefe. Typischer Fehler: Anschlagtür, die in den Raum schlägt und Bewegungsfläche reduziert.
Layout 2 — Barrierefrei nutzbares Apartment‑WC (120×120 cm Bewegungsfläche)
Zweck: Alltagstauglichkeit für ältere Bewohner ohne Rollstuhlbedarf. Minimalmaß: Bewegungsfläche 120×120 cm vor WC. Tür: nach außen öffnend oder Schiebetür. Sanitärobjekte: unterfahrbarer Waschtisch, wandhängendes WC auf 46–48 cm. Haltegriff‑Idee: klappbare Haltegriffe an einer Seite (frei klappbar für Reinigung). Montagehinweis: WC‑Carrier einplanen zur exakten Sitzhöhe; Waschtisch mit freiem Beinraum mindestens 55 cm tief. Typischer Fehler: Armatur zu weit hinten, dadurch schlechte Erreichbarkeit aus Sitzposition.
Layout 3 — Uneingeschränkt rollstuhlgerechter Raum (150×150 cm)
Zweck: selbstständige Nutzung mit Rollstuhl. Minimalmaß: 150×150 cm Drehfläche plus seitliche Transferzone 90×70 cm. Tür: lichte Breite 90 cm, vorzugsweise Schiebetür oder nach außen öffnend. Sanitärobjekte: raumhohe Vorwandmodule, wandhängendes WC, unterfahrbarer Waschtisch mit thermostatischer Armatur. Haltegriff‑Idee: fest verschraubte waagerechte und senkrechte Griffe, Wandverstärkung zwingend. Montagehinweis: Vorwandmodule und tragfähige Befestigungen (Lastannahme ≥ 1 kN) verwenden; Leitungsführung bodennah planen. Typischer Fehler: unzureichende Wandverstärkung für Stützgriffe. Mehr zur Planung finden Sie in unserer Anleitung Rollstuhlgerechtes WC planen: Maße, DIN & Checkliste, und die offiziellen Flächenanforderungen erläutert z. B. DIN 18040‑2 Flächenanforderungen.
Layout 4 — En‑suite with WC + Dusche
Zweck: kombinierter Raum für Privatnutzung. Zonierung: klarer Nassbereich für Dusche, trockener Bereich fürs WC mit ausreichender Bewegungsfläche. Tür: Schiebetür oder Tür nach außen. Sanitärobjekte: bodengleiche Dusche mit Gefälle, Handbrause auf Schiene, rutschfeste Fliesen. Haltegriff‑Idee: klappbare Griffe neben WC und in Duschzone. Montagehinweis: wasserdichte Schichten, Entwässerungsgefälle und Barrierefreiheit der Duschtür beachten. Typischer Fehler: Niveauübergang mit Schwelle, der Rollstuhlnutzung verhindert. Weitere Hinweise zu rollstuhlgerechten Bädern finden Sie in unserem Beitrag Rollstuhlgerechtes Bad planen: Maße, DIN und Praxis‑Tipps.
Layout 5 — Pflege/WC direkt am Schlafzimmer
Zweck: erhöhte Nutzerunterstützung und kurze Wege. Minimalmaß: großzügigere Türbreite und Raumtiefe für Hebehilfen. Tür: extra breite Schiebetür; Entriegelung für Notfälle. Sanitärobjekte: zusätzliche Platzreserven für Mobilkran, Notruf‑Anlage, größere Waschtischfläche. Haltegriff‑Idee: stabile Quer‑ und Längsgriffe, Rückstütze hinter WC. Montagehinweis: Deckenträger oder Bodenbefestigungen für Hebeeinrichtungen prüfen. Typischer Fehler: fehlender Platz für Pflegedienstausstieg oder Hebevorrichtung.
Layout 6 — Öffentliches / universelles WC (nach DIN 18040‑1)
Zweck: Nutzung durch breite Nutzergruppen. Anforderungen: Bewegungsfläche 150×150 cm, Türen ≥ 90 cm, Haltegriffe belastbar und klappbar, leicht zu reinigende Oberflächen. Montagehinweis: Haltegriffe müssen punktlastgeprüft montiert sein (≥ 1 kN). Typischer Fehler: zu viele raue Oberflächen, die Reinigungsaufwand erhöhen. Hintergrundinfos zur DIN 18040‑1 und öffentlichen Sanitärräumen gibt es z. B. bei barrierefreie Sanitärräume nach DIN 18040‑1.
Layout 7 — Altbau‑Kompromiss (<2 m²)
Zweck: nachträgliche Barrierefreiheit in engen Altbauverhältnissen. Lösung: Vorwandträger für WC, versenkbare Klappgriffe, schmale Eck‑oder Einbauwaschbecken, Schiebetür. Montagehinweis: Vorwandträger bietet variable Sitzhöhe und verstärkte Befestigungspunkte; installieren Sie Montageplatten hinter Gipskarton. Typischer Fehler: Haltegriffe an unverstärkter Trennwand — hier droht Ausfall beim Belastungsfall.
Maße, Montagepunkte & Checkliste: So messen und montieren Sie normgerecht
Beim ersten Vor‑Ort‑Termin messen wir in dieser Reihenfolge: Türlichte, Breite Wand–Wand, Tiefe bis zur WC‑Vorderkante, Lage von Abwasser/Steigleitungen, Heizkörperposition, Bodenaufbau. Bewegungsflächen mit einem Maßband oder Klappmeter als Rechtecke abtragen und prüfen, ob Gegenstände hineinragen.
Montagehinweise kurz: WC‑Carrier (Vorwand‑Träger) ermöglicht flexible Sitzhöhe; Wandverstärkung oder Montageplatten sind Pflicht für Haltegriffe; Spülplatte in 90–110 cm Höhe positionieren; Waschtisch‑Unterfahrmaß ≥ 55 cm; Armatur max. 40 cm vom Beckenrand. Konkrete Maße für Behinderten‑WCs sind z. B. bei Behinderten‑WC Maße zusammengefasst. Für weitergehende Planungs‑ und Förderhinweise siehe unsere Checkliste unter Barrierefreie Bäder planen: DIN‑Checkliste & Fördertipps.
- Türlichte messen (lichte Breite über OFF).
- Wand‑zu‑Wand Breite und Raumtiefe.
- Position der Abwasserleitung markieren.
- Höhe Fertigboden für Sitz- und Griffinstallation notieren.
- Fotos von Engstellen und Einbausituation machen.
Tipp: Unsichere Stellen direkt fotografieren und zur kostenlosen Vor‑Ort‑Beratung an COX HLS senden — so vermeiden Sie Fehlkäufe oder Nachbesserungen.
Türlösungen, Bewegungsfreiheit und kleine Räume — praktische Entscheidungen
Schiebetür oder Anschlag? In kleinen Räumen ist die Schiebetür fast immer die sinnvollere Wahl: Sie spart Schwungraum und kann bis zu 30 cm Durchgangsbreite gewinnen — ein entscheidender Vorteil in vielen Münchner Altbauten. Anschlagtüren sind dann okay, wenn vor der Tür ausreichend Freiraum liegt und sie nach außen öffnen können.
Türbreiten: Für einfachen Wohngebrauch reichen 80 cm, bei Rollstuhltransport oder Umsetzbedarf planen Sie 90 cm. Achten Sie auf Entriegelbarkeit von außen bei öffentlichen oder betreuten Anlagen. Vermeiden Sie Heizkörper, Leitungen oder Nischen innerhalb der Bewegungsfläche; bündige Armaturen und abgerundete Kanten erhöhen die Nutzbarkeit.
Fehler vermeiden & Checkliste zum Download — Planungsschritte in 10 Punkten
- Zielprofil festlegen: barrierefrei nutzbar vs. rollstuhlgerecht (DIN‑Variante).
- Vor Ort messen: Tür, Raumtiefe, Rohre, Heizkörper, Bodenaufbau.
- Türart wählen: Schiebetür vs. nach außen öffnende Tür.
- WC‑Typ & Sitzhöhe (46–48 cm) festlegen.
- Haltegriffe und Wandverstärkung planen (Lastannahme prüfen).
- Waschtisch‑Unterfahrhöhe und Armaturposition bestimmen.
- Spülbetätigung in 90–110 cm Höhe positionieren.
- Elektrik/Beleuchtung/Belüftung zusammen mit Sanitär planen.
- Rutschfeste Bodenbeläge und wasserdichte Schichten wählen.
- Endkontrolle: Bewegungsflächen und Bedienhöhen nach Montage prüfen.
Häufige Stolperfallen sind: Haltegriffe ohne Verstärkung, Tür schlägt in die Bewegungsfläche, falsche Sitzhöhe, Rohrleitungen in Transferzone. Unsere praktische Plan‑Checkliste mit einfacher Planvorlage steht zum Download bereit — Checkliste herunterladen oder vereinbaren Sie eine kostenlose Vor‑Ort‑Messung mit COX HLS. Weitere Praxistipps zum Umbau finden Sie in unserem Beitrag Barrierefreies Bad Umbau: Klarer Plan, Kosten & Fördertipps.
Praxisbeispiel: So planen wir bei COX HLS (München) — von Vermessung bis Montage
Ablauf bei uns: Erstkontakt → kostenlose Vor‑Ort‑Beratung mit Maßskizze → zwei Layoutvorschläge (meist 120×120 und 150×150 Varianten) → verbindliches Angebot → Ausführung (WC‑Carrier, Wandverstärkung, Sanitärinstallation, Fliesen) → Abnahme mit Einweisung.
Beispielprojekt: Gäste‑WC (Altbau, 1,8 m²) zu barrierefrei nutzbarem WC umgebaut. Maßnahmen: Schiebetür eingesetzt; Vorwand‑Träger montiert, WC auf 46,5 cm eingestellt; kleines Konsolenwaschbecken mit flachem Siphon; klappbarer Haltegriff an verstärkter Vorwand; rutschfeste Fliesen. Dauer: Planung bis Fertigstellung rund eine Woche, je nach Fliesenlieferung. Übergabe mit Funktionsprüfung und schriftlicher Dokumentation. Mehr Layout‑Beispiele und Grundrisse finden Sie in unserem Beitrag Barrierefreies Bad: Mindestgröße, DIN‑Tipps & Grundrisse.
Unsere Zusage: direkte Ansprechpartner, transparente Angebote und 24/7‑Notdienst bei Havarien — kein Callcenter, sondern ein lokaler Techniker.
Kurz zusammengefasst
Die richtigen Maße (120×120 vs. 150×150), eine saubere Mess‑ und Montageplanung und belastbare Wandbefestigungen machen aus einer Pflichtübung eine sichere, komfortable Lösung. Laden Sie die Checkliste herunter oder vereinbaren Sie Ihre kostenlose Vor‑Ort‑Beratung mit COX HLS — wir messen, planen und setzen in München handwerklich sauber um. Weiterführende Erläuterungen zur Norm DIN 18040‑2 finden Sie auch bei Mobilfuchs: Barrierefreie Sanitärräume (DIN 18040‑2).




