
Barrierefreies Bad: Mindestgröße, DIN‑Tipps & Grundrisse
15. Februar 2026Ein altersgerechtes Bad planen mit der COX HLS
Als Münchner Fachbetrieb für Badsanierung begleiten wir von der COX HLS regelmäßig Familien und ältere Menschen beim Bad‑Umbau. Unten finden Sie in klaren, praktischen Schritten, wie Sie ein barrierefreies Bad planen: schnelle Raumskizze, priorisierte Maßnahmen, realistische Kosten, Förderwege und ein umsetzbares Vorgehen. Am Ende steht eine kompakte Checkliste und die Option auf eine kostenlose Vor‑Ort‑Beratung durch unser Team.
Raumskizze & Basismaße: So erstellen Sie in 20–30 Minuten einen Plan
Nehmen Sie Metermaß, Papier und Stift. Messen Sie Raumlänge, Raumbreite, Türbreite, Fenster- und Anschlusslagen (WC, Waschtisch, Heizung, Ablauf). Tragen Sie Türanschlag, Steckdosen und Lage der Wasserleitungen ein — das genügt für einen erste Plan.
- Türbreite: mind. 80 cm, 90 cm empfohlen (Rollstuhlzugang)
- Bewegungsflächen: 120 × 120 cm Standard; 150 × 150 cm bei Rollstuhlnutzung. Bewegungsflächen dürfen sich überlappen
- Dusche: Mindestmaß 90 × 90 cm; empfohlen 120 × 120 cm für Gehwagen/Rollator; bodengleich, maximal 2 % Gefälle zum Ablauf
- WC‑Sitzhöhe: ca. 46–50 cm; Waschtisch‑Oberkante: ca. 80–85 cm und unterfahrbar planen
Mini‑Beispiel (5–6 m²): Raum 220 × 250 cm (5,5 m²). Schiebetür (platzsparend) auf der kurzen Seite. Direkt gegenüber: Hänge‑WC mit 46–48 cm Sitzhöhe. Linke Wand: ebenerdige Dusche 90 × 120 cm mit klappbarem Sitz. Rechte Wand: unterfahrbarer Waschtisch, Spiegel, Ablage. Freier Mittelgang mind. 120 × 120 cm, der sich mit Duschfläche überlagern kann — in kleinen Bädern die häufigste Lösung.
Priorisierte Maßnahmen & passende Produktkategorien
Sicherheit zuerst, Komfort und Optik danach. Beginnen Sie mit Maßnahmen, die Sturzgefahr und Hindernisse beseitigen; planen Sie danach Komfortverstärker.
Must‑haves: bodengleiche Dusche, rutschfester Boden (mind. R10 / DGUV Gruppe B), stabile Haltegriffe, Thermostatarmatur mit Verbrühschutz, ausreichende Bewegungsflächen.
Wände für Haltegriffe verstärken (Montageanker oder Massivholzleisten) und die Elektroinstallation auf Nachtbeleuchtung sowie Handtuchheizung vorbereiten, das zählt zu den wichtigen Vorbereitungen (siehe Sanitär).
Nice‑to‑have: Fußbodenheizung (verringert Stolperfallen durch Badvorleger; siehe Heizung München), klappbarer Duschsitz, höhenverstellbarer Waschtisch, barrierefreie Schiebetür.
Konkrete Produktempfehlungen (Gerätepreise ohne Montage): klappbarer Duschsitz 50–300 €, Edelstahl‑Haltegriff (tragfähig ≥ 120 kg) 30–150 €, Thermostatarmatur mit Temperaturbegrenzung 80–300 €, rutschfeste Fliesen/Vinyl 50–180 €/m² (inkl. Material/Verlegung variiert). Planen Sie Abdichtung nach DIN 18534 und orientieren Sie sich bei den Maßen an DIN 18040‑2.
Kostenübersicht: Realistische Spannen und drei Budget‑Szenarien
Zur schnellen Einordnung: eine bodengleiche Dusche (inkl. Gefälle, Ablauf, Fliesen) kostet typischerweise 2.000–5.000 €; Abdichtung 300–1.000 €; Haltegriffe 50–300 € pro Stück (inkl. Montage); Duschsitz 50–300 €; rutschfester Boden je nach Material und Verlegung 80–180 €/m².
Drei typische Budgets:
Sparpaket (Basis‑Sicherheit): Entfernen der Schwelle, rutschfester Belag, 1–2 Haltegriffe → ca. 3.000–6.000 €.
Standard (komfortabel, kleines Re‑Layout): bodengleiche Dusche, Abdichtung, bessere Armaturen, leichte Neuordnung der Möbel → ca. 7.000–15.000 €.
Komfort / Pflegebereit: vollständige Barrierefreiheit, hochwertige Beläge, Vorbereitung für Pflegehilfsmittel, ggf. Fußbodenheizung → ab ca. 15.000 €.
Beziehen Sie Angebote auf einzelne Positionen, fordern Sie detaillierte Leistungsbeschreibungen an und planen Sie einen Puffer von 10–20 % für Unvorhergesehenes ein.
Fördermittel & Antragsschritte: Wer zahlt was — praktisch erklärt
Kurzüberblick: Die KfW plant das Zuschussprogramm 455‑B ab Frühjahr 2026 neu aufzulegen (geplante Zuschüsse bis ~2.500 € pro Wohneinheit). Als Alternative steht das KfW‑Kreditprogramm 159 weiterhin zur Verfügung. Die Pflegekasse bezuschusst wohnumfeldverbessernde Maßnahmen bei anerkanntem Pflegegrad mit bis zu 4.180 €.
- Holen Sie mindestens zwei Kostenvoranschläge mit detaillierter Leistungsbeschreibung ein.
- Prüfen Sie, ob ein Antrag vor Maßnahmenbeginn nötig ist (bei KfW‑Kredit/Aktionen meist ja).
- Reichen Sie Angebote, Fotos, Skizzen und ggf. ärztliche Empfehlungen ein.
- Nach Bewilligung: Arbeiten durchführen lassen; Rechnungen sammeln.
- Abrechnung: Abschlussrechnungen und Nachweise an Förderstelle senden.
Hinweis: Kommunale Programmen (z. B. in München) und Landesförderungen können zusätzlich unterstützen. COX HLS prüft vor Ort die Förderfähigkeit, erstellt die Skizze und hilft beim Zusammenstellen der Unterlagen
Weiterführende Hinweise zu aktuellen KfW‑Förderungen finden Sie zum Beispiel beim KfW‑Zuschussprogramm 455‑B. Informationen zur Antragstellung für die Wohnumfeldverbesserung durch die Pflegekasse sind ebenfalls hilfreich.
Umsetzungsfahrplan & Checkliste für den Umbau
Phase 1 — Planung & Angebot
Vermessung, Skizze, 2–3 Angebote einholen (Sanierung); Dauer 1–2 Wochen. Klären Sie DIN‑Abdichtungsstandard (DIN 18534) und Gewährleistungen.
Phase 2 — Abriss & Rohinstallation
Entfernung alter Beläge, Installation von Staarkorrekturen (Estrich, Abdichtung, Wasser/Entwässerung, Elektro). Typisch 1–2 Wochen.
Phase 3 — Fliesen / Belag & Endmontage
Fliesenlegen, Montage Armaturen, Einbau Haltegriffe, Duschabtrennungen; 1–2 Wochen, abhängig von Trocknungszeiten.
Phase 4 — Abnahme & Übergabe
Tests (Ablauf, Temperaturbegrenzung, elektrische Sicherungen), Endreinigung, Einweisung; 2–4 Tage.
Wichtige Fragen an den Handwerker:
– Werden Wände für Haltegriffe verstärkt?
– Welches Gefälle in der Dusche wird ausgeführt?
– Welche Rutschklasse haben die Fliesen?
– Liegen Abdichtung und Arbeiten nach DIN 18534 vor?
– Wer erstellt die Förderunterlagen?
| Punkt | Was prüfen |
|---|---|
| Leistungsbeschreibung | Abdichtung nach DIN 18534, Duschaufbau, Armaturen, Haltegriffe |
| Termine & Fristen | Start/Ende, Trocknungszeiten, Puffer für Lieferungen |
| Garantie | Gewährleistung auf Arbeiten und Dichtigkeit |
| Förderunterstützung | Wer hilft bei Anträgen und Nachweisen (z. B. COX HLS) |
Häufige Fehler, Praxis‑Tipps & nächste Schritte
Typische Fehler: fehlende Wandverstärkung für Haltegriffe, ungeeigneter rutschiger Boden, unzureichende Abdichtung, Türschwenk nicht bedacht, Förderfristen verpasst. Quickwins: Schiebetür statt Schwenktür, klappbarer Duschsitz, Nachtbeleuchtung und mindestens einen Haltegriff beim Basisausbau mitplanen.
Praxis‑Kurzfall (München Sendling): Kleine Wohnung, 5,5 m². Ergebnis: bodengleiche Dusche 90×120 cm, 2 Haltegriffe, neue LED‑Beleuchtung, Schiebetür. Ablauf: Vermessung → 10 Tage Rohbau → 7 Tage Fliesen/Montage → Abnahme. Kostenrahmen: ca. 6.000–10.000 €, gefördert teilweise über Pflegekasse bzw. KfW‑Programme (je nach Antrag).
Weitere praxisnahe Planungshinweise zum barrierefreien Bad finden Sie bei Herstellern und Planungsportalen.
Wenn Sie möchten, messen wir vor Ort, erstellen die Skizze, prüfen Förderfähigkeit und erstellen ein verbindliches Angebot. COX HLS ist Ihr Münchner Handwerksbetrieb für sanitärtechnische Komplettlösungen und begleitet Sie von der Beratung bis zur Abnahme (siehe unsere Leistungen & Services).
Kurz zusammengefasst:
Planen Sie zuerst die Bewegungsflächen und eine bodengleiche Dusche, sichern Sie Wandaufbau für Haltegriffe und achten Sie auf Abdichtung nach DIN 18534. Holen Sie mehrere Angebote ein und prüfen Sie zügig mögliche Förderungen (KfW‑Programme, Pflegekasse, lokale Förderungen).
Möchten Sie die Skizze vor Ort messen lassen oder die Förderfähigkeit prüfen? Kontaktieren Sie COX HLS für eine kostenlose, unverbindliche Vor‑Ort‑Beratung in München und Umgebung — wir erstellen die Skizze, prüfen Förderoptionen und begleiten Ihr Vorhaben zuverlässig. Weitere rechtliche Informationen finden Sie in unserem Impressum.




